meine Schwester st mit ihrem Mann an den Garadasee gefahren. Ich muss sagen’ dass ich irgendwie doch ein wenig neidisch bini. Ich war das letzte Mal 2006 mit meiner damaligen Frau am Garadaseee und ich erinnere mich daran, dass unsere Beziehung dort irgendwie am Scheideweg war. Hier hätte Susanne die Gelegenhei gehabt, unsere Beziehung wieder zum Leben zu erwecken, doch sie lies diese Gelegenheit vorbeigehen, mit den bekannten Konsequenzen.
Wieder zu Hause
Nun, da ich einen Tablettcomputer veerfüge’ beginne ich meinen Aufenthalt bei meine Mutter zunberichten. Was habe ich vor. Im Augenblickn suche ich gerade deb Doppelpunkt auf meinem Lifetab. Gleichgültig, ich werde au h ohne ihn auskommen. Was erwartet mich nun diese Woche. Ich werde die erste beiden Tage meine Texte schreiben und dann anschliessend die Lebensgeachichten meiner Mutter aufscheiben.
Mein neues Lifetab
Heute war wieder Angebotstag beim Aldi und ich habe mich entschlossen, mir auch ein Lifetabe zuzulegen, wohl wissend, das ich so ein Gerät nicht unbedingt benötige, denn da ich sehr viele Texte schreibe ist dieses Gerät nicht unbedingt für mich geeignet. Ausprobieren will ich es aber auf jeden Fall und so habe ich heute zugeschlagen. Zusätzlich motiviert wurde ich noch durch die Prämienausschüttung unseres Praktikantenprojektes, bei dem ich mehr als 600 Euro bekomme. Da muss doch so ein Gerät dabei herausspringen. Ich habe mich heute nachmittag ein wenig damit gespielt und es gefällt mir ganz gut, wenn man mal kurz etwas surfen will, einen Eintrag bei Wikipedia nachsehen will oder wenn ich im Zug sitze und gerade meinen Frust über die deutsche Bundesbahn hier im Blog rauslassen will.
Nun, das war jetzt nur ein ganz kurzer Zwischenbericht. Viel mehr habe ich leider nicht Zeit, da ich jetzt unbedingt noch schreiben muss.
Eine neue Aufgabe
Pünktlich gegen 16 Uhr war also mein Personalgespräch, das sich wohltuend von meinen bisherigen Personalgesprächen unterschied. Raphael sagte mir, dass ich ein sehr guter Teamplayer sei und das er mich ab Anfang Juli gerne beschäftigen würde. Zuerst für ein Jahr mit einem Monatsgehalt von 2000 Euro Brutto. Ich sagte ihm, dass ich das Angebot annehmen werde, aber ich muss mir auf jeden Fall noch etwas Geld dazuverdienen, denn mit 1300 Euro netto komme ich nicht aus.
Das war aber nur ein Teil unseres Gesprächs.
Im zweiten Teil eröffnete er mir, dass er plane mich bei seinem neuen Projekt, das sich um Adwords dreht einzusetzen. M. wird zwar hier gerade eingearbeitet, doch scheint sie nicht den nötigen Biss zu haben. Er denkt, dass ich hier erfolgreicher sein werde. Außerdem besteht auch die Möglichkeit mich in diesem Bereich ausbilden zu lassen und die Kosten von der Rentenversicherung üernehmen zu lassen. Das sind für mich Persepektiven, daran habe ich bis heute nachmittag gar nicht gedacht.
Als ich später uinterwegs zur Bahn war, kam mir der Gedanke, ob es nicht möglich sei, dass ich noch bis November von der Rentenversicherung bezahlt werde und mir die Ausbildung bezahlt wird. Es ist nicht möglich, dass ich bei Raphael das Praktikum bis November ausdehne, es ist aber möglich, dass sich noch eine zusätzliche Schulung anschließt.
Das hört sich auf jeden Fall sehr interessant an.,
Personalgespräch
Eben fand ich eine Miteilung in meinem Outlook Postfach, dass heute ein Personalgespräch mit Raphael stattfinden würde. Ich kenne den Termin, es geht darum, wie eine Weiterbeschäftigung bei der Firma S. aussehen könnte.
Was mich stört – doch dafür kann natürlich Raphael nichts – ist der Terminus Personalgespräch. Früher habe ich schon ein paar Mal darüber geschrieben. Ich hatte bei der Firma Novartis mehrere Personalgespräche, die letztendlich zu meiner Entlassung führten. Natürlich liegt hier der Fall anders, trotzdem regt es mich auf.
Doch noch kurz, um was geht es eigentlich: Nun, es sieht so aus, als würde ich übernommen und mittlerweile habe ich mich entschlossen, auf jeden Fall hier zu bleiben, selbst wenn die Bezahlung anfangs nicht ausreichend sein sollte. Dann muss ich mir eben etwas dazuverdienen. Es ist ja nicht gesagt, dass ich für immer hier bleiben muss. Über Einzelheiten werde ich heute abend berichten, nachdem dieses Gespräch zu Ende ist.
Meine Strategie besteht darin, ihm einfach mitzuteilen, wie viel ich jetzt von der Rentenversicherung bekomme und dass das eigentlich meine Schmerzgrenze ist, wenn er das nicht bezahlen kann, brauche ich noch einen Nebenjob. Auf gar keinen Fall will ich damit anfangen das Geld für meine Kinder nicht zu bezahlen.
Auf der Bank mit Monika
Ich wollte eigentlich heute gar nicht ins Institut fahren,denn ich bin bei meiner Arbeit schneller und erfolgreicher wenn ich von zu Hause aus arbeiten. Leider ist die Rentenversicherung da noch nicht ganz so weit und als ich mit Herrn F. telefonierte erklärte er mir, dass ich doch bitte kommen solle, denn er wisse nicht, wie er mich verbuchen sollte, denn entweder bin ich zu Hause, dann heißt das in Ingolstadt oder ich bin im Praktikum in München. Also fuhr ich nach Ingolstadt, wohl wissend,dass das dann wieder ein langer Abend werden wird.
Als ich dort ankam fand ich eine Gruppe von Kursteilnehmern. Nicht von meinem Kurs, sondern von dem, der nach unserem begann. Eine Frau, etwa in meinem Alter, vielleicht drei oder vier Jahre jünger lächelte mich an, kam auf mich zu und fragte mich, wie es mir ginge. Das war Monika, ihren Namen erfuhr ich erst später. Wir lernten uns vor ein paar Monaten kennen. Ich saß oben auf einer roten Couch und las in meinem Kindle. Ich hatte keine Lust meine Zeit mit den anderen unten zu verbringen und mich vollqualmen zu lassen. Als sie die Tür öffnete erschrak ich. Sie meinte, wegen ihr bräuchte ich meine bequeme Haltung nicht zu ändern. Und so kamen wir ins Gespräch.
Die Frau war mir von Anfang an sympatisch und oft fragte ich mich, ob sie wohl für mich als Freundin in Frage käme. Sie ist geschieden wie ich und hat eine Tochter, die in die Realschule geht und schön langsam ein wenig selbstständiger wird.
Nachdem ich mich bei Herrn F. gemeldet hatte, schaute ich noch kurz zu dieser Gruppe vorbei. Der Kurs war eigentlich zu Ende, doch sie hatten bislang noch keinen Praktikumsplatz. Ich hatte keine Zeit, redete aber doch kurz mit Monika. Sie hatte sich mal vor einiger Zeit meien Telefonnummer aufgeschrieben, weil sie sich überlegte, ob sie mich nicht mal zur Nachiilfe für ihre Tochter engagieren wolle. Ich hatte das Bedürfnis auch ihre Telefonnummer zu haben. Ich überlegte, wie ich das Anstellen könne, ohne dass es zusehr nach Anmache aussehen würde. Nun, ich fragte sie einfach mit der Begründung, falls ich mal Lust habe mit jemandem zu reden.
Wir gingen noch nach unten, saßen uns auf eine Bank und redeten vielleicht eine halbe Stunde. Wir beschlossen, dass wir uns diesen Sommer auf jeden Fall noch auf einen Cocktail in der Havanna Bar treffen würden. Eine nette Idee. Seit einiger Zeit habe ich Lust mich wieder richtig zu verlieben. Ich will mir gar keine so großen Hoffnungen machen, doch wenn ich einmal damit wieder begonnen habe, dann bin ich wieder im Spiel.
Einseitiges Feuer
Eben dachte ich an Susanne B. (nicht zu verwechseln mit meiner (Ex)Frau. Sie ging mit mir in die Berufsoberschule. Wir fuhren anfangs zusammen mit dem Zug nach Regensburg, später suchte sich jeder von uns eine Wohnung in Regensburg. Wir lernten ziemlich häufig zusammen. Susanne, Marianne und ich. Ein Kleeblatt, dessen Zusammenhalt am Ende des ersten Schuljahres ein wenig getrübt wurde. Ich hatte mich in Susanne verliebt. Sie hat es vielleicht gemerkt, doch sagte sie nichts. Sie war ab und zu in Straubing im Roxy. Ich mag Rockmusik nicht so gerne, es gab nur ein Lied, das mir gefiel, nämlich Bobby Brown goes down, von Frank Zappa (damals wusste ich nicht, wer das sang, erst vor ein paar Jahren habe ich das Lied durch Zufall wieder entdeckt),. Dieses Musikstück ist nun bis in alle Zeiten mit Susanne B. verbunden.
Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und ich fuhr zu ihrer Wohnung nach Oberisling, um ihr meine Liebe zu gestehen. Ich sehe mich sitzen in meinem roten Golf, vor mir eine Telefonzelle. Zu ihrer kleinen Wohnung waren es noch vielleicht fünfzig Schritte. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen, läutete bei ihr und sagte es ihr. Ich glaube, ich habe niemals mehr so deutlich meine Gefühle einen anderen Menschen mitgeteilt. Es war natürlich klar, dass sie kein Interesse an mir hatte und sie sagte es mir auch. Nicht verletzend, sondern freundlich und bestimmt. Ich erinnere mich, dass ich damals keineswegs enttäuscht war, irgendwie war das ein erhebendes Gefühl einen so schwierigen Schritt gewagt zu haben (ich kann das eigentlich nur mit meinem ersten Annäherungsversuch an Elfriede vergleichen). Wir unterhielten uns vielleicht noch eine Stunde miteinander und dann fuhr ich nach Hause. Mein Ziel hatte ich nicht erreicht, doch irgendwie fühlte ich mich glücklich.
Am Montag darauf hatten wir Latein. Wir saßen immer zusammen und so auch in dieser Stunde, doch fiel mir auf, dass sie weit von mir wegrückte und mich auch keines Blickes würdigte. Sie schien beschlossen zu haben, sich nicht mehr mit mir abzugeben. Diesen Zahn muss man ziehen, auch wenn es noch so weh tat, erklärte sie mir später, als ich sie wegen ihres mir unverständlichen Verhaltens zur Rede stellte. An diesem Punkt schien unser Kleeblatt zerstört zu sein. Wir drei lernten auch immer zusammen. Susanne und ich hatten ganz passable Noten in Mathe und konnte auch ohne einander ganz gut überleben, aber nicht Marianne und so drängte sie, dass wir uns wieder an einen Tisch setzten. Schließlich taten wir es auch und ich sagte irgendwann zu Susanne, warum sie nicht verstand, dass es durchaus auch Möglich ist einseitig zu lieben und wenn sie von mir nichts wissen will, dann will ich sie auch nicht bedrängen.
So ganz habe ich es dann doch nicht durchgehalten, denn irgendwann kaufte ich ihr eine kleine Blume als Ostergeschenk. “Wir wollen uns doch nicht auf einen falschen Weg begeben”, sagte Susanne zu mir und es verletzte mich ein wenig, denn wie kann man Liebe als einen falschen Weg bezeichnen.
Auch nach dem Ende unserer gemeinsamen Schulzeit habe ich sie immer wieder in ihrer Wohnung besucht. Das letzte Lebenszeichen war ein Bild von ihrem Kind. Ich antwortete auf diese Karte nicht, habe mir aber ihren Namen gemerkt, so dass ich sie heute im Netz wieder finden konnte. Sie arbeitet als Grundschullehrerin in einer Niederbayrischen Schule und da über Lehrer immer sehr gerne im Netz berichtet wird, war es für mich kein Problem sie wieder zu finden. Schön und anziehend finde ich sie immer noch.
Keine Chemo mehr
Momentan telefoniere ich täglich mit meiner Mutter. Sie liegt im Krankenhaus. Vor einer Woche wäre sie fast an unerkannten Darmblutungen gestorben, sie konnte gerade noch mit Bluttransfusionen gerettet werden. Gestern sagte sie mir, dass sie keine Chemotherapie mehr machen will. Scheinbar war die ganze Quälerei nutzlos, der Krebs ist nicht zurückgegangen, sie ist nur immer so schwach hinterher, dass sie kaum fähig ist, alleine auf die Toilette zu gehen.
Mich selber bewegen seit der Diagnose immer wieder Gedanken an den Tod. Nicht nur der Tod meiner Mutter sondern auch der Tod an sich. Meine eigene Sterblichkeit wird mir immer stärker bewusst. Der Krebs meiner Mutter ist ein Faktum, dass in keinster Weise in meiner Rechnung war.
