Goethe: Parabase
Vielleicht nicht jeden Tag aber ab und zu ein Gedicht kann ja auch nicht schaden. Ich wollte eigentlich mit der Marienbader Elegie beginnen, aber dieses Gedicht ist auch ganz schön:
Parabase
Freudig war vor vielen Jahren
Eifrig so der Geist bestrebt,
Zu erforschen, zu erfahren,
Wie Natur im Schaffen lebt.
Und es ist das ewig Eine,
Das sich vielfach offenbart.
Klein das Große, groß das Kleine,
Alles nach der eignen Art.
Immer wechselnd, fest sich haltend,
Nah und fern und fern und nah;
So gestaltend, umgestaltend -
Zum Erstaunen bin ich da.
Hey, ich weiß nicht, wie ich die Formatierung zustande gebracht habe, aber sie gefällt mir.