Die Bestätigung von Ulrich Hemel lässt weiter auf sich warten

In Eichstätt wartet man weiterhin auf Post vom Vatikan. Am 23. April soll die feierliche Amtseinführung von Ulrich Hemel stattfinden, bis dahin muss er als Präsident der einzigen katholischen Universität in Deutschland bestätigt sein.

Mittlerweile ist auch allgemein bekannt (durch einen Artikel in der Zeit) das Ulrich Hemel dreimal verheiratet war. Die beiden anderen Ehen wurden annuliert.

Eine Eheannulierung ist nach kirchlichem Recht ohne große Probleme möglich, man muss nur dem anderen Partner nachsagen, dass er z. B. Eheunwillig ist oder er sich weigert, die Ehe zu vollziehen. Ulrich Hemel hat erklärt, dass er seine jetzige Frau als seine erste Frau ansieht. Ich erlaube mir, hier meine Zweifel zu haben. Warum muss man sich als Katholik immer verbiegen und aussagen machen, die vielleicht letztlich einen anderen Menschen verletzen um in der Kirche Karriere zu machen. Ich weiß von Herrn Hemel früheren Ehen nichts und will auch gar nicht weiter mutmaßen, doch ich bin sicher, dass er seine beiden früheren Frauen auch geliebt hat und dass es dort auch schöne Zeiten gab. Wie muss es einen Menschen verletzen, wenn von einem früher geliebten Mann erklärt wird, diese Ehe habe nie bestanden. Damit Sie mich richtig verstehen: Meine Kritik gilt nicht Ulrich Hemel, meine Kritik gilt der Kirche, die Menschen dazu zwingt, Aussagen zu machen, die vielleicht in dieser Form gar nicht zutreffen. .

In Eichstätt wartet man also weiter auf die Bestätigung. Ich warte auch und bin gespannt, wie diese Farce in Eichstätt ausgehen wird.

Wer übrigens Ulrich Hemel live erleben möchte, dem sei heute abend um 20:15 Br-alpha empfohlen. Dort wird über „Bildung mit Werten – Hochschulen in konfessioneler Trägerschaft“ diskutiert.

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