Papierkram
Eines weiß ich sicher: Beim bayrischen Staat fange ich nur als allerletzte Möglichkeit an. Es reicht mir schon, wenn ich nur den Papierkram, den ich zur Bewerbung fertig machen muss ansehe. Personalbogen ausfüllen, genau angeben, wann und wo ich beschäftigt war und danach zu allem auch noch einen vollständigen Lebenslauf. Und Fragebögen zur Verfassungstreue und Fragebögen, wo ich erklären muss, dass ich nicht zur Scientology-Bewegung gehöre. Bitte schön, wer ist denn so Hirnverbrannt anzugeben, dass er mit radikalen Organisationen sympatisiert, wenn er zum Staat will. So dumm bin nicht einmal ich. Da mach ich doch lieber mein Lokal “Zum Dampfnudel Rudi” auf und habe von dem ganzen meine Ruh´.
Aber mal ehrlich, das ganze hört sich jetzt vielleicht witzig an, aber vor 7 Jahren, als ich Hauptschullehrer war, da ging mir der Bürokratismus schon ganz schön auf den Geist.
Und das Geld: Es sieht so aus, als bekäme ich beim Staat rund 1000 Euro NETTO weniger als bei meiner vorherigen Firma. Doch das ist noch nicht alles: Das erste Geld bekommt man meist mit dem Weihnachtsgeld (falls es so etwas überhaupt gibt, da bin ich mir jetzt gar nicht sicher) ausbezahlt. Das gibt es auch nirgends, nur beimStaat.
Wenn mich eine Privatschule nimmt, dann gehe ich dahin. Auf jeden Fall!