Rosi Begins

Gestern war es oder vorgestern, da gingen meine Gedanken zurück. Zurück um 25 Jahre. Selbst wenn ich diese Zahl niederschreibe, läuft mir ein Schauer über den Rücken hinab. Ich weiß, ich habe einige Leser, die noch Schüler sind und die können vielleicht das nicht nachempfinden, aber es erschreckt mich, wenn ich merke wie die Zeit vergeht. Wie 25 Jahre einfach so weg sind, vergangen sind und nicht wiederkommen. Oh nein, ich bereue nichts. Diese 25 Jahre waren ereignisreich und wenn ich so an mein letztes Klassentreffen denke, an Schulkollegen, die 25 Jahre mittlerweile bei BMW in Dingolfing am Band arbeiten, dann habe ich einiges erlebt.

Doch bleiben wir beim Thema, ich wollte über Rosi schreiben und wie alles anfing. Ich war Bäckergehilfe in der Bäckerei Sch. in Mitterfels. Über Elfriede habe ich schon geschrieben. Ich wollte sie als Freundin, ich habe sie gefragt und sie gab mir einen Korb. Vorerst. Frauen zu verstehen ist schwer, in dieser Zeit bekam ich eine Idee davon. Ich war geknickt, doch seltsamerweise nicht sehr.

Einige Wochen später war in Straubing das Gäubodenvolksfest und ich hatte das Gefühl, die Welt und alle Mädchen gehörten mir. Eine kurze Szene: ich fuhr Autosscooter, am Rand standen einige Mädchen und ich hatte spontan Lust, eines anzusprechen und zu einer Fahrt einzuladen. Ich habe es dann doch nicht getan.

Ich ging wieder zum tanzen, nach Ascha, zum Penker. Das war damals das angesagt Lokal. Und ich merkte,etwas hatte sich verändert. Vor Elfriede wagte ich kaum und nur unter Aufbietung meines gesamten Willens ein Mädchen anzusprechen. Plötzlich ging alles viel leichter, ich war mutiger geworden, Selbstbewusster. Das gefiel mir.

Als gut, das Gäubodenvolksfest war. Beim Penker war nicht viel los. Ich ging trotzdem hin. Ich saß direkt neben der Tanzfläche, das Lokal füllte sich erst, als es schon fast Mitternacht war. Ich wollte gerade aufbrechen, als ich ein bekanntes Gesicht zur Tür hereinkommen sah. Dieses Bild sehe ich heute noch vor. Eigentlich ist diese Szene völlig unbedeutend und trotzdem war sie wichtig für die späteren Ereignisse. Es war ein Schulkollege von der Berufsschule, der zwei Freunde mit dabei hatte. Einer dieser Freunde hieß Heinz und ich verstand mich sofort sehr gut mit ihm. Der Abend war lange noch nicht zu Ende. Er erzählte mir, dass sie jeden Sonntag Abend in Bärndorf seien, ob ich Lust habe, auch zu kommen.

Natürlich hatte ich.

Jetzt muss ich einen kurzen Break machen, damit Ihnen klar wird, was das bedeutet. Ich war Bäcker, mein morgen am Montag begann um 3 Uhr und ich war dann regelmäßig bis um 1 Uhr weg. Aber wer Jung ist und wen die Hormone treiben, der hält so etwa schon aus. Es war einige Wochen später, beim ersten Tanz. Heinz und ich saßen nebeneinander und betrachteten die Mädchen, als unser Blick auf zwei Teenager fielen. Heinz entschied spontan mit der größeren zu tanzen und ich entschied mich für die kleinere, dunkelhaarige. Das war keinesfalls zweite Wahl, denn das andere Mädchen hat mir ohnehin nicht so gut gefallen. Für Heinz war es wohl so etwas wie Liebe auf den ersten Blick. Er hat das Mädchen ein oder zwei Jahre später geheiratet. Leider habe ich ihn aus den Augen verloren, so kann ich nicht sagen, was aus der Beziehung geworden ist.

Das andere Mädchen, Sie ahnen es, war Rosi. Wir verstanden uns ebenfalls prächtig. Noch dazu war sie Bäckereiverkäuferin. Ich war nicht ganz so forsch wie Heinz, es dauerte ein oder zwei Wochen bis wir uns das erste Mal küssten.

So, das reicht für den Anfang. Später noch mehr von Rosi.

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