Gedanken zum Vorstellungsgespräch bei CareForce

Nächsten Montag, heute in einer Woche habe ich bei der Firma Careforce ein Vorstellungsgespräch. Die Firma Careforce isteine wichtige Zeitarbeitsfirma für den Pharmaaußendienst. Dieser Beitrag wird bis zum Sonntag immer wieder ergänzt und überarbeitet werden.

Fangen wir also an:

Die Situation: ich will mir gar nichts vormachen, es ist nicht leicht in der Pharmabranche unterzukommen. Die Firmen stellen wegen der Gesundheitspolitik Mitarbeiter aus. Wenn jemand eingestellt wird, dann über eine Zeitarbeitsfirma. Bei mir kommt noch erschwerend dazu, dass ich jetzt ein halbes Jahr bei meiner Familie zu Hause war. Ich bin also quasi arbeitssuchend und nicht mehr in einer festen Stelle. Die Erklärung, warum ich bei Novartis gekündigt habe stellt einen wichtigen Punkt dar. Wenn ich an dieser Stelle zu sehr in Schuldzuweisungen abdrifte, gerate ich in gefährliches Fahrwasser. Das Gespräch wird leicht sehr negativ geprägt. Das darf mir nicht passieren.

Meine Küdigung: Meine Strategie fusst hier auf 4 Punkte:

  • Für mich liegt die Zukunft der Pharmaindustrie in den Dienstleistern, daher wollte ich schon seit geraumer Zeit von Novartis weg und mich bei einem Dienstleister bewerben.
  • Der Druck bei Novartis wurde in letzter Zeit immer stärker. Ich habe nichts gegen Druck, doch leider konnten meine Kollegen damit nicht gut umgehen und sie haben begonnen mich zu mobben. Normalerweise kümmere ich mic um solche Sachen nicht, doch leider hat mein Chef immer ihren Einflüsterungen geglaubt.
  • Als Novartis begann, Personal abzubauen sah ich meine Chance auch die Firma zu verlassen.
  • Da meine Frau beruflich zur Zeit sehr eingespannt ist und meine Schwiegermutter (die eigentlich die Kinder versorgen sollte) plötzlich krank wurde, konnte ich mich nicht gleich um eine neue Stelle kümmern sondern musste zuerst bei den Kindern zu Hause bleiben.

Was macht mich zu einem guten Pharmareferent

  • Ich liebe meine Arbeit, ich liebe es aufzustehen und zu meinen Ärzten zu fahren
  • Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen und dafür arbeite ich auch gerne mehr als gefordert wird.
  • Ich liebe Erfolgserlebnisse, besonders schön ist das Gefühl, wenn ich einen Abschluss gemacht habe. Darauf steuere ich bei jedem Gespräch zu
  • Ich pflege auch gerne nach Feierabend Beziehungen zu meinen Ärzten, bin gerne auf Tagungen und Kongressen unterwegs.
  • Ich gehe mit Freude und Optimismus an meine Arbeit heran.
  • Ich bin sehr diszipliniert bei meiner Arbeit und lasse mich bei meiner Arbeit durch nichts stören.
  • Ich kann meine Stimmungen sehr gut selber beeinflussen, so bin ich immer freundlich, optimistisch und strahle gute Launeaus, wenn ich zu meinen Ärzten gehe.

Was waren meine größten Erfolge als Pharmareferent:

  • Listung von Foradil im KH N.
  • Listung von M.-E. im KH Ei.
  • Gewinnung von Dr. M. aus A. zu einer unserer Top-Kunden

Nennen Sie die 5 wichtigsten Kunden von Ihnen:

  • Dr. M. aus A.
  • Dr. Schr. aus Ei.
  • Dr. A. aus Ei.
  • Dr. M. aus Schr.
  • Dr. R. aus K.

Wie konnten Sie diese Kunden gewinnen?

  • Gemeinsame Interessen, z. B. Lesen von Büchern,
  • Überzeugung durch fundierte fachliche Argumentation, z. B. Dr. R. aus K. wurde von mir Überzeugt, dass Sartane die bessere Alternative zur Blutdrucksenkung sind, da sie deutlich weniger NW haben und die Patienten das Medikament mit einer höheren Wahrscheinlichkeit nehmen, so die Comliance besser ist und die Wirksamkeit des Präparats für den Patienten dadurch ansteigt. Somit verbessert sich auch das Ansehen des Arztes, denn er hat schließlich geholfen.
  • Freundliches, postives Auftreten, was mich von anderen Pharmareferenten unterscheidet. Z. B. bei Dr. Schr. aus Ei.

Wie haben sich meine Zahlen entwickelt:

  • Die Entwicklung meiner Zahlen war gut, ich hatte einen Index von ca. 105 – 110

Wie gehen Sie vor, um einen neuen Kunden zu gewinnen?

  • Ich gehe als erstes über die sachliche Schiene und erkläre ihm, welchen Nutzen er von dem neuen Präparat hat. Der wichtigste Nutzen ist für ihn sein Erfolg als Arzt, denn wenn er jemandem geholfen hat, dann spricht sich das unter den Kollegen und Freunden des Patienten herum und er bekommt mehr Patienten
  • Außerdem ist die persönliche Beziehung sehr wichtig. Ich suche nach gemeinsamen Interessen und Hobbys.
  • Ich lade den Kunden bevorzugt zu Veranstaltungen ein und gebe ihm das Gefühl, das er mein wichtigster Kunde sei.

Wie sieht ein Arbeitstag bei Ihnen aus:

  • Ich stehe so gegen 6 Uhr auf, ziehe mich an únd fahre los.
  • Ich habe mir am Vortag schon überlegt, welche Ärzte ich besuche und mir meine Notizen dazu schon vorbereitet. Ich habe mir für jeden Arzt Ziele überlegt. Ich bereite immer mehr Ärzte vor, als ich tatsächlich schaffen kann, denn manche lassen mich nicht hinein oder sind einfach nicht da. Ich habe auch immer eine Ersatztour mit dabei, denn manchmal kommt es vor, dass in einer Ortschaft sich sämtliche Pharmareferenten der Gegend versammlen und wenn ich nicht unbedingt dort arbeiten muss (weil ich zum Beispiel einen Termin habe) arbeite ich nicht dort.
  • Ich mache mir zu jedem Arzt Notizen. Früher in schriftlicher Form, in letzter Zeit bin ich dazu übergegangen meine Notizen in das Handy zu sprechen und am Abend in das Laptop zu schreiben.
  • Zwischen 10 und 12 Besuche und eine Apotheke mache ich am Tag. Ich beende meinen Tag erst, wenn ich das Gefühl habe, ich kann nichts mehr erreichen.
  • Am Abend bereite ich als erstes meinen Tag nach und schreibe mir die Notizen auf. Bei N. hatten wir ein Handheld. Ich habe meine Notizen immer auf mein Handheld geladen, um sie sofort ansehen zu können.
  • Dann mache ich die administrativen Arbeiten. Besuche eingeben, Emails beantworten, mit Kollegen Erfahrungen austauschen.
  • Am Schluss bereite ich mich noch auf den nächsten Tag vor. Richte die Unterlagen für die kommenden Besuche her. Einladunge, Fachartikel, die ich vorbeibringen muss und so weiter.

Wie wurden Ihre Zahlen gemessen und wie sind sie damit umgegangen?

  • Wir hatten von IMS Exponent daten und Wochenmonitor-Daten, auch Nanobrickdaten standen uns zur Verfügung
  • Diese Zahlen waren mir ein wichtiger Anhaltspunkt wo ich meine Aktionen plazieren konnte. Ich habe meine Aktionen bevorzugt dort plaziert, wo das meiste Potential war. Sprich, wo das meiste Geld für mein Fachgebiet ausgegeben wurde. Denn dort war die Wahrscheinlichkeit, das ich aus meinen Aktionen Gewinn erzielen konnte am höchsten.

In Ihrem Zeugnis steht, das Sie Sonderaufgabe durchgeführt haben, welche waren das?

  • Ich war zuständig für die Vermarktung von Mono-Embolex
  • Hierfür habe ich Veranstaltungen geplant und Koordiniert
  • Ich habe die RPI-Zahlen analysiert und  ROI-Analysen gemacht
  • Ich war der EDV-Beauftragter der Region. Ich habe mich um Computerprobleme und um Probleme beim Handheld gekümmert.
  • Ich habe für die Region Schulungen im Umgang mit dem Handheld durchgeführt
  • Ich habe unsere Klinikreferentin bzw. Referenten beider Arbeit untersützt und bin ich Absprache mit ihm in ausgewählte Kliniken hineingegangen.

Seit 2007 werden Zahlen nur noch eine Bevölkerungsdichte von 300000 ausgegeen, wie hat das Ihre Arbeit beeinflusst?

  • Ich war, um ein vernünftiges Targeting machen zu können verstärkt auf die Mitarbeit der Apotheken angewiesen. Hier kam mir zugute, dass ich sehr gute Beziehungen zu Apothekern hatte und die mir bereitwillig auskunft gaben.

Welche Apotheken waren das?

  • Her L. von der Pius-Apotheke
  • Her Schirmb. von der Jura-Apotheke
  • Herr W. von der Bavaria Apotheke

Wie sieht Ihre Gehaltsvorstellung aus?

  • Ich habe bei Novartis 3700 Euro brutto plus Prämie verdient. Ich weiß nicht, ob das bei Careforce möglich ist, aber ich würde gerne auf diesem Niveau bleiben. Was sagen Sie dazu?

Wie ich auftrete:

  • Ich schaue meinem Gesprächspartner in das Gesicht, ohne ihn aber zu fixieren
  • Ich lächle bei dem Gespräch, auch wenn das Gespräch negativ oder unangenehm werden sollte
  • Ich bin der beste Pharmareferent, denn sie überhaupt einstellen können, einen besseren Mann können Sie nicht bekommen. Dieses Gefühl muss und werde ich meinem Gesprächspartner vermitteln.
  • Auf keinen Fall irgendwelche Selbstzweifel aufkommen lassen und meinem Gesprächspartner vermitteln.
  • Meine Kleidung ist sauber und gepflegt, ich richte sie am Tag zuvor her um am morgen keinen Stress zu haben.
  • Ich denke postiv, sie bekommen keinen besseren Mann für diesen Job
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3 Gedanken zu „Gedanken zum Vorstellungsgespräch bei CareForce“

    1. Hallo Zita,
      mein Vorstellungsgespräch war ganz positiv, aber das hilft wenig, denn es gibt zur Zeit sehr wenig stellen und CareForce ist eine Zeitarbeitsfirma, d. h. wenn sie eine Stelle haben für mich, dann werde ich vermittelt. Bisher bin ich nur auf der Warteposition.

      1. Hallo! HAbe gerade mit begeisterung das gespräch gelesen und den einen oder anderen fehler bei meinen gesprächen bemerkt! Es ist aber wirklichso, dass man glaube ich in JEDER Zeitarbeitsfirma aufgenommen wird, denn SIE verdienen ja an UNS! Ich habe noch nicht mitbekommen, dass jemand abgelehnt worden ist! Ich war bei verschiedenen Firmen im Pool und stehe ebenfalls auf der Warteliste und es ist wirklich NICHT einfach! Mein letztes Vorstellungsgespräch bei einem Pharmaunternehmen habe ich aaus Aufregung so vergeigt und es wsr ein regelrechter Marathon, was die Alles wissen wollten, IRRE! Vor 10 JAhre war alles einfacher, heute eine kleine Fachschulung nötig das man ein Vorstellungsgespräch hinbekommt! Man sollte doch so naturgetreu auftreten wie möglich…. dachte ich, doch eigentlich sind wir auch nur Schauspieler und übernehmen eine Rolle! Alles ist gut alles ist schön!!!! VG Nicki

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