Puccini Che gelida manina

Ich hatte eben Lust Oper zu hören.
Die Freude und der Spaß an Opern hat mir das regensburger Stadttheater beigebracht ein dreisparten Theater mit immer wieder schönen Operninszenierungen. Anfang der 90er hieß der 1. Tenor Olafur Bjarnasson und kam, so glaube ich, aus Schweden. So ganz konnte er mich nie überzeugen (vielleicht war ich auch voreingenommen, weil das regensburger Haus doch sehr klein ist) und als ich las, dass in der nächsten Spielzeit La Boheme aufgeführt wird war ich doch ein wenig skeptisch. In der Premiere war ich nicht, ich las nur die Kritiken. Die Überschrift lautete: Der Triumpf des Olafur Bjarnasson. Er musste in dieser Aufführung die Vorstellung seines Lebens gegeben haben. Natürlich wollte ich jetzt die Inszenierung sehen. Damals streikte gerade der öffentliche Dienst und die Vorstellung, für die ich und einige meiner Freunde Karten hatten konnte nicht im Theater stattfinden sondern nur konzertant im Neuhaussaal. Die Plätze waren alle gleich viel Wert und so saßen wir in der zweiten oder dritten Reihe, die Sänger direkt vor uns. Und dann kam die Berühmte Arie „Che gelida manina“, normalerweise übersetzt „wie eiskalt ist dies Händchen“. Ich habe so etwas später, auch an großen Bühnen nicht mehr erlebt. Als der Tenor zu Ende war habe ich am ganzen Körper gezittert und hinter und neben mir gab es Bravorufe.
Jetzt aber genug der Vorrede. Olafur singt nicht aber Pavarotti:


Übrigens habe ich bei dieser Aufführung auch zum ersten Mal Adam Kruzel singen gehört. Dieser Bariton gehört heute noch zum festen Esemble des Theaters, was mich wundert, denn seine Stimmkraft würde zu einem weit größeren Haus passen.

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