Meine Studentenclique

Wer in die Schule geht ist in einen Klassenverband eingeschlossen. Man findet sehr schnell Anschluss. Es ist wie in einer Arbeitsstelle. Sie kennen das sicherlich.

Beim Studium ist das nicht ganz so leicht. Man ist in keinem festen Klassenverband, sondern geht zu Vorlesunge, Praktika und Seminaren. Nun, man ist immer zur gleichen Zeit am gleichen Ort und so lernt man auch seine Mitstudenten kennen.

Am Semesteranfang hatten ältere Kommilitonen einen Kennenlerntag organisiert. Eine nette Idee, doch aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass zu meiner späteren Clique keiner von denen dazu gehörte.

Die 1. Vorlesung „Allgemeine Biologie“. Ich suchte mir einen Platz. Keine Ahnung ob und wer neben mir saß. Ich bin nicht so kontakfreudig um gleich mit jedem ein Gespräch anzufangen.

Das erste Praktikum in Biologie „Cytologie und Anatomie der Pflanzen“. In diesem Praktikum haben wir uns Pflanzenteile unter dem Mikroskop angesehen. Irgendwo bei meiner Exfrau müsste noch eine Ausgabe vom „Nultsch-Grahle“ liegen, der würde mir jetzt als Erinnerungstüzte gute Dienste leisten.

Ich erinnere mich noch gut, dass sich eine Traube von Studenten vor den schwarzen Metalltüren des großen Praktikumraumes sammelte. Der Saal hatte zwei Eingänge. Als ich meinen Kopf zur Seite dreht bemerkte ich,dass die andere Tür aufgeschlossen wurde und ich ging darauf zu.

Plötzlich kam mir der Gedanke, dass hier in diesem Augenblick sich mein Studium entscheiden würde, in der Hinsicht nämlich, welche Menschen ich kennenlernen würde. In der Tat war es so. Neben mir landeten ein paar Biochemiker. Dieser Studiengang war er in diesem Semester neu eingeführt worden. Es waren drei Mädchen. Wirklich erwähnenswert ist hier nur Roswitha (manchmal nannten wir sie auch nur Rosi, doch da hier im Blog schon eine Rosi existiert bleibe ich bei Roswitha).

Jetzt sitze ich hier und frage mich, ob ich überhaupt Susanne kennengelernt hätte, wenn ich mich auf die andere Seite des Saales gesessen hätte. Denn über Roswitha lernte ich, über einen kleinen Umweg Susanne kennen.

Ob ich in Roswitha verliebt war oder ich sie mir als meine Freundin vorstellen könnte, ich weiß es nicht. Sie war ein hochintelligentes Mädchen, da sie Biochemie studierte musste sie einen Notendurchschnitt von ungefähr 1,0 haben.

Roswitha hatte eine Freundin, Brigitte. Ich glaube, sie sind zusammen zur Schule gegangen. Sie war nicht in diesem Kurs sondern studierte zwei Semester über uns. Sie war aber von einer anderen Uni nach Regensburg gekommen und musste einige Kurse nachholen.

Ach ja, Brigitte und Susanne waren die besten Freundinnen. So lernt man sich dann kennen.

Aber ich wollte von meiner Studentenclique schreiben. Es scheint aber doch so zu sein, dass Namen Schall und Rauch sind, denn ich kann mich an Begebenheiten, an Gesichter aber nur sehr undeutlich an Namen erinnern.

Ich war meistens mit einer Traube von Mädchen bzw. Frauen unterwegs. Da war Kristina, die später bei irgendeinem Zoologen glaube ich Doktorarbeit machte. Oder Michaela, die arbeitete später in irgendeiner Forschunseinrichtung. Und Brigitte, die zuerst Lehramt studierte und danach einem plötzlichen Einfall folgend sich in Biochemie einschrieb (ohne überhaupt nur annähernd die Noten zu haben) und sogar genommen wurde.

Michael, der sich mehr recht als schlecht durch das Studium quälte und irgendwann nach dem Vordiplom auf die Idee kam Grundschullehramt zu studieren.

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