Hinter dem Blinden

Wenn heutzutage eine als Behinderung Blind ist, dann hat er kein leichtes Leben, doch es gibt auch immer wieder Beispiele von Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen. Dieses kurze P
Als ich heute von der Arbeit nach Hause ging sah ich vor mir einen Blinden gehen. Wahrscheinlich hätte ich ihn gar nicht als solchen Mann identifiziert, nur an seinem Stock, den der gleichmäßig hin und her bewegte. Was mir auffiel war sein Tempo. Ich war unterwegs zum Ubahnschacht und er hatte ganz offensichtlich denselben Weg. Er ging aber keineswegs langsamer als ich, ganz im Gegenteil, ich hatte Mühe mit ihm mitzuhalten. Als er hinunter stieg in die Ubahn war ich geneigt, ihm meine Hilfe anzubieten, doch ganz offensichtlich brauchte er sie gar nicht, denn er bewegte sich zielsicher die Treppe hinuntern, so als könne er sehen. Ich sah ihm fasziniert hinterher.
Nun, sagte ich mir, wahrscheinlich geht er diesen Weg jeden Tag schon seit Jahren. Was ist da schon dabei. Und trotzdem wunderte ich mich, wie ein Mensch so gut mit seiner Behinderung umgehen kann.Er ging vor mir, ich hatte gar keine Chance ihn einzuholen. Ich hätte rennen müssen.
Nach kurzer Zeit waren wir unten in der U-Bahn und der Mann verlor sich in der Menge.

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