Mit der Deutschen Bundesbahn unterwegs

Als ich heute abend im U-Bahnschaft unterwegs war, machte ich mir mit meinem Smartphone eine kleine Notiz, damit ich diesen Post, den ich den Titel geben wollte „Technische Störung“ nicht vergesse. Da wusste ich aber noch nicht, dass mir das richtige Abenteuer Bundesbahn noch bevorstand.

Doch zunächst einmal zu heute morgen. Ich kam gerade noch rechtzeitig zum Zug und erwartete ihn jede Sekunde. Doch er kam nicht, stattdessen kam eine Durchsage, dass der Zug wegen einer „technischen Störung“ 15 bis 20 Minuten Verspätung hat. Also stand ich im Schnee und mit mir noch ca. 20 andere und fror. Meine Haare waren nass (da ich niemals einen Föhn benütze) und wurden allmählich starr und zu Eiszapfen. Ich hatte natürlich keinen Hut und keine Handschuhe an. Langsam ging ich auf und ab um mich wenigstens ein wenig aufzuwärmen. Nach 21 Minuten kam der Zug endlich und ich konnte meine Reis nach München fortsetzen.

Das wäre der Post gewesen, wie er geplant war, doch es gibt noch eine Fortsetzung und die ist noch aufregender.

Heute abend wollte ich den Zug um 18:28 erreichen. Ich kam zehn Minuten nach 6 zum Gleis. Gestern war er um diese Zeit schon da. Allerdings war er heute noch dunkel, die Fahrgäste warteten vor der Tür und ein Mann, in einer orange-weiß gestreiften  Warnweste gab einem Lockführer nervös Zeichen. Nach einigen Minuten setzte der Zug sich in Bewegung. Es wurde 18:28, es wurde 18:30. Schließlich kam ein Zug, voller Schnee, noch stockdunkel und eiskalt. Ich suchte mir einen Platz und wartete, dass der Zug losfahren würde, denn wir hatten ja schon Verspätung.

Zehn Minuten später die Durchsage, dass sich die Abfahrt des Zuges um 10 Minuten verzögern würde wegen einer „technischen Störung“. Also warteten wir weiter. So gegen 7 Uhr die Durchsage, dass sich die Abfahrt des Zuges noch um weitere 10 bis 20 Minuten verzögern wird, allerdings stünde ein anderer Zug bereit, mit dem wir mitfahren könnten. Der ganze Zug setzte sich in Bewegung. Ich stopfte mein Handy in die Tasche (ich hörte mir gerade mal wieder Harry Potter an) und trottelte der Menge hinterher. Kurz keimte in mir die Hoffnung auf, dass es vielleicht ein Sonderzug sei, der extra für uns bereitgestellt worden war. Das war natürlich Unsinn. Dieser Zug hatte nun seine normalen Passagiere zu transportieren und uns noch dazu. Kannst du dir vorstellen, was da los war. Wir waren bis zur ersten Station eingepfercht wie die Sardinen in der Büchse. Es waren auch einige ganz ansehnliche Frauen darunter, denen ich ins Gesicht sehen durfte ohne dass sie sich belästigt fühlten, denn wo hätte ich sonst hinsehen sollen. So ab Pfaffenhofen wurde es besser, aber einen richtigen Sitzplatz hatte ich immer noch nicht, den bekam ich erst in Ingolstadt, doch da lohnte es sich nicht mehr wirklich.

Fazit: Ich fahre gerne mit der Bahn, doch nach ein paar Tagen mit Minuttemperaturen geht leider oft nicht mehr viel.

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