Eine neue Hoffnung

Neulich habe ich meine Mutter angerufen. Ich zögerte diesen Anruf ein wenig hinaus, wusste ich doch nicht, inwieweit der Bauchspeicheldrüsenkrebs meine Mutter im Griff hat. Das Telefon läutete. Ich wollte eben auflegen, da knackte es in der Leitung. Meine Mutter war dran und sie redete mit mir. Ihre Stimme klang ganz normal, so wie früher, als hätte sie keinen Krebs, als wäre das alles nur ein Irrtum, ein ärztlicher Kunstfehler gewesen. Dies alles gab mir ein wenig Hoffnung, dass der Krebs sie vielleicht doch noch nicht so schnell besiegen könnte. Heute hat sie wieder Chemo gehabt. Ich weiß nicht, wie es ihr geht. Ich hatte noch noch keine Zeit sie anzurufen.
Als ich vor ca. 3 Wochen hörte, dass meine Mutter einen Pankreastumor habe, brach für mich eine Welt zusammen. Nicht, dass ich meine Mutter sehr häufig besucht habe. Sie bedeutet für mich Heimat und wenn meine Mutter nicht mehr am Leben ist, dann denke ich mir, verliere ich diese Heimat.

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