Mein Scheidungstermin

Ich bin mir jetzt gar nicht sicher, ob ich schon über meinen Scheidungstermin geschrieben habe. Nachdem ich heute Abend noch ein „Flashlight“ geschrieben habe, obwohl das letzte erst 14 Tage zurückliegt bin ich in diesem Punkt ein wenig unsicher geworden.
Nun gut, der Termin ist nächsten Donnerstag. Wie es mir geht? Oberflächlich ganz gut. Gestern habe ich mehrere Stunden mein Zimmer aufgeräumt und dabei kam immer wieder wie eine Flutwelle die Traurigkeit in mir Hoch. Vielleicht weniger um Susanne sondern wegen der vertanen Chancen. Wir hätten uns ein gutes, ein schönes Leben aufbauen können, doch sie wollte nicht.
Eben redete ich mit meinen Kindern. Natürlich sagt Susanne, dass ich Schuld bin. Wahrscheinlich sind es immer die Männer, die an einer Trennung schuldig sind, so ich auch. Meiner Frau war ich zu wenig erfolgreich, zu wenig ordentlich, verdiente zu wenig Geld. Wenn ich all das getan hätte, dann hätte sie ja mit mir geschlafen und hätte mich gern gehabt. Aus diesem Grund bin ich natürlich schuld.
„Du hast dich ja nicht geändert!“ sagte meine Frau zu mir irgendwann vor einigen Wochen, als ich schon ausgezogen war. Mir kommt das wie ein Standardsatz vor, so als hätte ich ihn schon in vielen Filmen gesehen und in noch mehr Büchern gelesen.
Ich habe zu Beginn meines Blogs viel über meine Schwiegermutter geschrieben und noch mehr über meine Frau. Es gibt Menschen, denen kann man nichts recht machen, die finden im größten Erfolg noch einen Haken und lösen Probleme schon, bevor sie überhaupt aufgetreten sind.
Da fällt mir noch ein Beispiel ein: Als ich von zu Hause ausgezogen bin erreichte mich kurz darauf ein Brief vom Anwalt meiner Frau, dass ich den Unterhalt bezahlen müsse plus eines genauen Wertes, was ich alles zu zahlen habe. Ich bin bis heute meiner Zahlungsverpflichtung nachgekommen und zwar von Anfang an und brauchte dazu keinen Anwalt.
Du kennst vielleicht das Szenario: Ich habe den ganzen Vormittag geputzt, die Wohnung sieht sauber aus, wenigstens nach meinen Begriffen. Da kommt meine Frau nach Hause und das erste, was sie sieht ist ein Staubkorn in der Ecke und sie hackt dann darauf herum.
Ich denke mir ich schließe jetzt diesen Post, sonst fällt mir noch so viel ein, was ich über unsere Ehe erzählen könnte.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s