Noch mal von der Schippe gesprungen

So ähnlich  drückte es meine Mutter aus, als ich heute mit ihr telefonierte. Sie sagte es auf bayrisch, ungefähr so: „Da habe ich es gnoi beieinander gehabt!“, was soviel heißt, wie das war ganz schön knapp.

Das war es auch. Ich glaube ich schrieb darüber. Meine Mutter war mit Blutungen auf der Toilette zusammengebrochen. Sie wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Sie sagte noch zu Renate und den Kindern, sie käme wieder und sie wolle sich von der Krankheit noch nicht besiegen lassen.

Gestern abend kam kurz nach elf Uhr eine SMS mit der Telefonnummer meiner Mutter im Krankenhaus mit der dringenden Bitte doch bei ihr anzurufen.

Heute morgen rief ich nun über mein Handy die Nummer meiner Mutter an. Sie meldete sich mit einer kräftigen Stimme, ich erkannte da keinen Unterschied zu früher. Sie klang nicht betrübt, obwohl ich das Gefühl hatte, das sie am Ende des Gesprächs den Tränen nahe war, obwohl ich dar nur vermuten kann.Sie werde erst nächste Woche aus dem Krankenhaus entlassen, also müssten wir leider den Urlaub verschieben.

Eben kam mir der Gedanke, dass wir diesen Urlaub auf jeden Fall machen sollten und wenn meine Mutter dazu nicht mehr in der Lage sein sollte, dann eben alleine, als eine Art Andenken an meine Mutter. Vielleicht sollten wir das jedes Jahr wiederholen.

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