Keine Chemo mehr

Momentan telefoniere ich täglich mit meiner Mutter. Sie liegt im Krankenhaus. Vor einer Woche wäre sie fast an unerkannten Darmblutungen gestorben, sie konnte gerade noch mit Bluttransfusionen gerettet werden. Gestern sagte sie mir, dass sie keine Chemotherapie mehr machen will. Scheinbar war die ganze Quälerei nutzlos, der Krebs ist nicht zurückgegangen, sie ist nur immer so schwach hinterher, dass sie kaum fähig ist, alleine auf die Toilette zu gehen.

Mich selber bewegen seit der Diagnose immer wieder Gedanken an den Tod. Nicht nur der Tod meiner Mutter sondern auch der Tod an sich. Meine eigene Sterblichkeit wird mir immer stärker bewusst. Der Krebs meiner Mutter ist ein Faktum, dass in keinster Weise in meiner Rechnung war.

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