Mein Burn Out

Ich habe mir eben meinen Lebenslauf durchgelesen. Ich schrieb über das Ende meiner Zeit als Lehrer, dass ich unter Burn Out gelitten hatte. Eben war ich geneigt, diese kurze Passage zu ändern, weil es eigentlich kein Burn Out war. Es ist vielleicht ein hervorragendes Kennzeichen von mir, dass ich zwar manchmal sehr stark belastet bin (meistens emotionell), ich das aber auch sehr leicht wieder wegstecke. Mein Weg mit diesen Problemen umzugehen liegt vielleicht in meinen Panikstörungen begründet, unter die ich zuweilen leide, so wie am Montag.

Hier soll einmal kurz die Wahrheit über das Ende meiner Lehrertätigkeit stehen: Nachdem mich der Schulrat besuchte und mir erklärte, dass mein Unterricht unter aller Kanone sei und er eine Weiterbeschäftigung im Schuldienst nicht mehr befürworten könne, wusste ich zunächst nicht weiter. So gönnte ich mir ein Sabbatjahr auf Kosten der Krankenkasse, um für mich klar zu sehen und meinen weiteren Lebensweg zu planen. Außer das ich drei oder vier kleinere Bücher geschrieben hatte brachte ich aber nicht viel zu Wege in dieser Zeit und einen richtigen Weg sah ich auch noch nicht vor mir. Erst die Wiedereingliederungsmaßnahme der Rentenversicherung zeigte mir letztendlich einen Weg, den ich ohnehin immer schon gehen wollte.

Also: ich litt nicht unter Burn Out.

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