Susanne frühe und heute

Manchmal überfällt mich, wenn ich so vor meinem Computer sitze und auf die Tasten einhaue, spontan ein Welle der Traurigkeit und dann denke ich an Susanne. Susanne als an einen Menschen, den ich geliebt habe und den es längst nicht mehr für mich gibt. Sicher, ich sehe meine Exfrau noch einmal oder zweimal in der Woche, wenn ich meine Kinder abhole und wichtige Feiertage verbringen wir auch zusammen. Diese Susanne hat nicht mehr mit dem Mädchen gemein, in das ich mich vor über zwanzig Jahren verliebt habe. Ja, ich habe sie geliebt und liebe sie heute noch. Leider ist davon nur noch sehr wenig übrig geblieben, denn sie ist auf dem besten Weg ein perfektes Abbild von ihrer Mutter zu werden. Nicht nur äußerlich, das wäre nicht so schlimm, sondern auch inwendig. Eine Frau, die fast nur schimpft, der man nichts recht machen kann. Diese Frau mag ich nicht, in diese Frau habe ich mich nicht verliebt. Oft ertappe ich mich dabei, dass ich mir die Susanne von früher zurückwünsche. Wenn das möglich wäre, dann könnte ich mich sogar noch einmal in sie verlieben. 

Susanne war auch früher nicht einfach und wenn einmal irgendetwas nicht glatt ging, dann war sie auch immer kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Doch früher war es so, dass wir kaum einmal einen Streit mit in den nächsten morgen mitnahmen. Wir haben und schnell wieder versöhnt und gingen auch regelmäßig miteiander ins Bett. Später hörte sie dann auf mit mir zu schlafen, wollte nicht mehr, dass ich bei ihr im Bett liege und sah mich lieber im Kellerraum. Das war der Anfang vom Ende. Manchmal frage ich mich, ob ihr bewusst ist, was auf sie zukommt. Auf sie wartet die Einsamkeit. Manchmal erzählt sie mir ganz beiläufig  dass sie sich nach jemanden sehnt, der sie in den Arm nimmt und berichtet gleichzeitig von Frauen, die schon wieder kurz nach ihrer Scheidung einen anderen Mann hatten. Ich kann mich zwar täuschen – doch vermute ich, dass sie keinen Freund mehr bekommen wird. Es ist nicht ihr Aussehen, es ist ihre Art, die es jedem Mann schwer macht, mit ihr zusammenzuleben. in ein paar Jahren sind die Kinder groß und brauchen sie nicht mehr und was macht sie dann

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s