Spuren der Vergangenheit

Ich sitze Abend für Abend in meinem Zimmer und schreibe, für Textbroker, für Content.de und verdiene so viel, dass ich meinen Lohn so weit aufstocken kann, dass ich damit ganz gut um die Runde komme.

Vor ein paar Tagen fielen mir plötzlich meine alten Studienkollegen ein. Selten habe ich in den vergangenen Jahren daran gedacht. Nur ab und zu, wie Schemen fielen sie mir gelegentlich ein. Allen voran Brigitte, mit der ich beinahe geschlafen hätte. Nur meine Angst vor dem ersten Mal hielt mich damals zurück. Manchmal liege ich im Bett, vor dem Einschlafen und denke an Brigitte und in meiner Fantasie beende ich, was für immer unvollendet blieb. Roswitha. Sie war nie teil irgendwelcher sexuellen Fantasie. Dieser Mensch, für mich fast engelsgleich, ist mir zu wertvoll, als dass ich nur jemals versucht hätte, mit ihr zu schlafen oder sie auch nur leicht angemacht. Es war schön, dass ich sie gekannt habe. ich wüsste gerne, was aus Brigitte geworden ist. Ich müsste versuchen, Roswitha ausfindig zu machen. Doch auch von ihr weiß ich nichts. Nicht einmal den Nachnamen. Ihr Vater war Lehrer in Rötz. Das war vielleicht ein Weg. In der Tat fand ich ihn im Internet. Warum nicht einfach anrufen. Dann fiel mir Kristina T. Ich googelte nach ihr und fand sie. Selbstständig, als Clinical Research Associate, das heißt, sie betreut klinische Studien. Wohnt immer noch in in der Nähe von Regensburg. Eine Handynummer, eine Festnetznummer. Ich muss nur ein paar Nummern tippen und schon habe ich wieder eine Verbindung,

Michael L, mittlerweile Doktor. Sicher nicht der Biologie, sondern wohl Pädagogik. Er studierte mit mir Biologie, bis er wegen Chemie das Handtuch warf und Grundschullehramt studierte. Er war leicht zu finden. Ein männlicher Grundschullehrer fällt auf wie eine lila Kuh auf der Wiese. Ich frage mich jetzt, warum ich das eigentlich mache und warum ich nicht schon früher daran gedacht habe meine alten Studienkollegen zu suchen.

Ob Kristina wohl einen Freund hat? In mir schlägt die Fantasie Purzelbäume. Ich melde mich bei ihr und nach Jahren entwickelt sich eine Liebesbeziehung. Wie beim Lied von Peter Cornelius „Du entschuldige i kenn di“.

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