Panikattacke im neuen Jahr

Heute hatte ich wieder eine Panikattacke von der heftigsten, von der allerheftigsten Sorte. Ich lag auf der Couch, meine Kinder waren noch bei mir ( in Bayern ist heute Feiertag) und ich war praktisch den ganzen Nachmittag mehr oder weniger Bewegungslos. Wer ein wenig mehr über meine Panikstörungen lesen will, der soll hier klicken.

Heute Nacht bin ich zunächst nur sehr wenig zum schlafen gekommen. Ich schrieb zwei Artikel, einen über Abnehmen und einen über Meditation. Der zweite Artikel hat in mir den Vorsatz wachgerufen, mich wieder mehr mit Aufmerksamkeitsmeditation und mit der Technik des Körperscans, wie ich es in meiner Kur gelernt habe, auseinanderzusetzen. Ich ging dann gegen vier ins Bett und um sieben war ich schon wieder munter um nach Schreibaufträge Ausschau zu halten.

Im Laufe des Vormittags ging es mir schon nicht so besonders gut. Immer wieder kamen Panikanfälle, die sich aus einem leichten Unwohlsein und Schwächegefühl näherten. Meine Kinder wollten Currywurst mit Pommes. Nicht sehr gesund, aber einmal geht das schon. Mein Unwohlsein steigerte sich und als das Mittagessen fertig war, merkte ich, dass meine Beine sich nur noch sehr schwer bewegen ließen. Ich war ein wenig überrascht, denn der letzte Anfall war erst vor zwei Tagen gewesen. Ich rechnete damit, dass es wohl bald vorbei sein wird. Leider sah ich mich da enttäuscht. Es wurde immer schlimmer, ich lag auf der Couch, konnte mich vier Stunden fast nicht bewegen und als meine Ex-Frau meine Kinder abholte, war mir immer noch nicht so gut.

Mittlerweile bin ich (fast) wieder hergestellt. Zwei Dinge lehrt mich dieser Anfall. Zunächst einmal gibt es überhaupt keinen zeitlichen Zusammenhang. Dabei handelt es sich um ein Konstrukt, das mir hilft, meine Panikattacken wenigstens ein wenig zu kontrollieren. Das ist aber eine trügerische Sicherheit, wie die Weihnachtsferien zeigten, denn mir wurde mehrmals kurz hintereinander schlecht. Die zweite Erkenntnis ist wenig schmeichelhaft für mich,  denn es zeigt mir, dass ich mit meinem Vorhaben, die Attacken zu akzeptieren und in mein Leben zu integrieren noch keinen Schritt vorwärts gekommen bin. Meine Kur ist nun schon fast vier Jahre her. Ein weiterer Vorsatz für das neue Jahr! Ich akzeptiere also in Zukunft meine Anfälle und mache Aufmerksamkeitsmeditation aka Körperscan.

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