Ausflug nach Mannheim

Gestern, so vor 24 Stunden ein Anruf auf dem Handy. Ich verstand zuerst nicht, was die Dame von mir wollte, bis ich begriff, das es sich um eine Stelle handelte. Welche Firma? AMS. Ach ja, eine Zeitarbeitsfirma mit Sitz in Mannheim. Gut, ich werde mich also am Freitag im Zug nach Mannheim befinden und zum Vorstellungsgespräch fahren. Mittlerweile kann ich ganz locker sein, denn ich habe meine Karriere in der Pharmaindustrie (beinahe) schon aufgegeben.
Andererseits glaube ich nicht, dass mich die Firma nach Mannheim holt, wenn sie denken, ich habe keine Chance. Mal sehen, ich werde auf jeden Fall darüber berichten.

Zahnschmerzen, berufliche Zukunft, Lehrprobe, Webdesign und Internetmarketing

Mit diesen fünf  Stichpunkten kann ich meine derzeitge Situation beschreiben. Vor 14 Tagen ist mir ein Weisheitszahn gezogen worden und die Belastung war für meinen Kiefer so groß, dass er mich jetzt noch schmerzt.  Zu allem überdruss hat sich ein anderer Zahn, der meinem (ehemaligen) Weisheitszahn direkt gegenüberliegt auch noch zu Wort gemeldet und schmerzt furchtbar, wenn er mit was warmen oder mit was kaltem in Berührung kommt. Das war ad 1.

Ad 2: Nach der Absage von S.-A. und die damit verbundene Absage von Innovex hat sich wenig getan, Ach ja, Marvecs hat mir auch abgesagt und HeLeNa (ein Dienstleister, den ich bisher nicht kannte) auch. Einige Bewerbungen stehen noch aus. MKM hat mir telefonisch einen positiven Bescheid gegeben, ebenfalls PharmaRent. Auf einige Pharmafirmen warte ich noch, so auf Henning Pharma. Auch habe ich mich auf eine Stelle als Zigarettenvertreter beworben, Das würde mir als Nichtraucher nicht viel ausmachen, denn ich besuche ja nur Wiederverkäufer. Bei AMS wollte ich mich noch bewerben. Nur, wenn ich bedenke, dass Innovex die einzige Firma ist, die in der Vergangenheit hin und wieder eine Stelle für mich hatte, dann sehe ich in dieser Beziehung (und das ist kein pessimisimus sondern realismus) ein wenig schwarz. Ach ja, bei der Wirtschaftsschule habe ich mich noch beworben und beim Staat als Hauptschullehrer werde ich mich noch bewerben.

Ad 3: Susanne hat am Dienstag die 3. Lehrpobe. Von Lehrpobe zu Lehrprobe hat sich ihre Nervosität gesteigert. Seit Donnerstag arbeite ich mit ihr zusammen an der Lehrprobe. Hier muss ich sagen, dass mir durchaus ganz gute Ideen kommen und ich den Aufbau einer Unterrichtsstunde durchaus beherrsche. Susanne ist gerade an der Schule und probiert die Stunde aus und ich soll das Tafelbild vorbereiten. Ich war gelinde gesagt ein wenig sauer, weil sie mich derart mit beschlagt belegt.

Ad4: Was Webdesign betrifft habe ich in letzter Zeit keine neuen Kunden gewonnen, ganz einfach, weil ich kein Auto habe und auch fast keine Zeit. Meine Kinder halten mich ganz schön auf trab. Für einen Metzger mache ich zur Zeit eine Seite und für ein Modegeschäft, auch eine Seite für einen Gärtner ist fast fertig und mit einem Schreiner werde ich mich wohl nächste Woche mal zusammensetzen und die Inhalte seiner Seite abklären.

Ad 5: Internetmarketing: Da sehe ich für mich meine berufliche Zukunft. Da will ich mich jetzt verstärkt engagieren. Im Herbst fehlte mir da noch das Wissen, das habe ich jetzt, Heiko sei dank. Ich seh mich schon in meinen Träumen in ein paar Jahren irgendwo unter Palmen sitzen, mein Laptop in der Hand und mein Internetbusiness betreiben. Zukunftsmusik, ich weiß, aber es wäre nicht mein erster Traum, der sich bewahrheitet.

Ach ja, INNOVEX

Am Donnerstag läutete das Telefon. Frau M. hat eine neue Stelle in Aussicht. Klinikaußendienst und ein überschaubares Gebiet. Natürlich, sofort nehme ich die Stelle.
Viel Hoffnung habe ich nicht, aber man kann ja nie wissen.
Habe ich es schon geschrieben? Ich glaube, dass meine Zeit als Pharmareferent mit dem 30. Januar 2008 zu Ende gegangen ist. Um diesen Zeitpunkt hatte ich das Personalgespräch, das mich schließlich meinen Job kostete und mich nach Hause und vor das Internet brachte. Was mir, muss ich ehrlich gestehen, gar nicht so schlecht gefällt. Ich muss nur endlich mal etwas mehr Geld verdienen, sonst bin ich im Herbst wohl doch in der Schule.

Vorstellungsgespräch verschoben

Beate rief mich heute an, dass sie just am 19. einen Termin auf dem Gericht hat wegen ihres Erbes. Ihr Vater ist jetzt schon seit beinahe zwei Jahre tot, aber seine Kinder (zwei Söhne, von denen einer im Alter von 42 Jahren an Leukämie starb  und meine Schwiegermutter) streiten jetzt um das Erbe. An diesem Tag war mein Vorstellungsgespräch. Also habe ich es kurzerhand verschoben. Es ist jetzt eine Woche später. Dann habe ich noch ein wenig Luft.

Positive Grundeinstellung

Morgen will ich nach längerer Zeit wieder mit meiner Selbstständigkeit weiter machen. Einige potentielle Kunden stehen auf meiner Liste, die ich anrufen will und fragen, ob wir denn jetzt anfangen können. Ich merke, wie eine starke Tendenz bei mir auftaucht erst am Montag anzufangen und vielleicht die Entscheidung bei den potentiellen Kunden noch hinauszuzögern.
Plötzlich viel es mir wie Schuppen von den Augen: Das ist mein Problem. Meine generelle Einstellung. Als Pharmareferent läuft man zu den Ärzten und die Rückmeldung bekommt man nur indirekt über die Zahlen, hier aber, im direkten Geschäft rächt sich so eine Einstellung.
Dagegen muss ich mich wehren. Natürlich kann der Metzger B. und die thailändische Dame mit ihrem Partyservice sagen, nein, jetzt doch nicht. Na Und? Denen habe ich ohnehin einen sehr unverschämten Rabatt angeboten und verdiene kaum etwas dabei. Chancen, Möglichkeiten gibt es wie Sand am Meer. Ich muss sie nur sehen.
10 – 15 Kunden brauche ich mindestens bis zum Sommer. Das wäre eine gute Grundlage.
Das geht, doch nur mit einer anderen Einstellung.
Äh, das Ziel ist natürlich sehr moderat und davon lässt sich kaum leben, doch ein Anfang ist es allemal und ich habe ja auch noch zwei Kinder und eine Frau.

Gespräche wie diese

Gestern mal wieder ein längeres Telefonat mit meiner Schwiegermutter über meine, über unsere Zukunft. Wie ich mir das jetzt weiter vorstelle, mit meinen zwei Aufträgen könne man ja keine Familie ernähren usw. und so fort.
Solche Gespräche sind sinnlos und machen mich sauer, weil ich einfach das Gefühl habe Beate denkt, ich könne nicht bis drei Zählen. Natürlich weiß ich, das mein Gründungszuschuss im Sommer ausläuft und dass danach kein Geld mehr kommt (außer vielleicht noch 300 Euro für die Krankenkasse). Bisher läuft wirklich noch nicht sehr viel, aber ich habe auch noch nicht so viel gearbeitet wie ich hätte können.

Wie geht es weiter?

Ich habe das Gefühl, ich wiederhole mich permanent.
Vielleicht zuerst zu den Fakten: Ich habe heute beim Schulamt angerufen, die Schule in M., optimal, schöner könnte es gar nicht sein, eine kleine Stadt vor den Toren von Ingolstadt.
Dann wieder die Diskussion mit Susanne, was wird aus den Kindern, wer kümmert sich um Adrian, der jetzt dann in die Schule geht usw. und so fort.
Ich will mich ja selbstständig machen und ich fühle, dass die Erfüllung dieses Wunsches immer näher rückt und ich angst davor habe, angst, blanke angst zu versagen und in einem Jahr dann vor dem Nichts zu stehen.
Ich glaube, dass ich meinen treuen oder weniger treuen Lesern versprechen kann, dass dieses Blog spannend bleibt und wenn es wirklich so ausgeht, dass ich mich selbstständig mache, dann werde ich natürlich hier meinen Weg in die Selbständigkeit nachzeichnen.
Erfolg um Erfolg und Misserfolg um Misserfolg. Wie es kommt.
Ich wünsche Ihnen jetzt schon eine spannende Lektüre, denn spannend wird es sein und bleiben, dass kann ich Ihnen versprechen.