Anruf von Susanne

Eben rief mich Susanne an und sagte, ich solle ihr doch den Badeanzug von Aurelia und die Badehose von Adrian vorbeibringen, denn sie wollten morgen vielleicht zum Baden fahren. Danach erzählte sie mir so ganz nebenbei, dass Adrian in der Bio-Ex eine 6 geschrieben habe und im Deutschaufsatz eine 5minus. Heute war die Englischprobe. Er sagte zwar, es sei ihm gut gegangen, doch ob das stimmte, sei dahingestellt. Wenn ich mich recht erinnere hat er in Werken auch schon eine sehr schlechte Note bekommen. Das alles gefällt mir gar nicht, hoffentlich kann er sich auf der Realschule halten.

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Mein Burn Out

Ich habe mir eben meinen Lebenslauf durchgelesen. Ich schrieb über das Ende meiner Zeit als Lehrer, dass ich unter Burn Out gelitten hatte. Eben war ich geneigt, diese kurze Passage zu ändern, weil es eigentlich kein Burn Out war. Es ist vielleicht ein hervorragendes Kennzeichen von mir, dass ich zwar manchmal sehr stark belastet bin (meistens emotionell), ich das aber auch sehr leicht wieder wegstecke. Mein Weg mit diesen Problemen umzugehen liegt vielleicht in meinen Panikstörungen begründet, unter die ich zuweilen leide, so wie am Montag.

Hier soll einmal kurz die Wahrheit über das Ende meiner Lehrertätigkeit stehen: Nachdem mich der Schulrat besuchte und mir erklärte, dass mein Unterricht unter aller Kanone sei und er eine Weiterbeschäftigung im Schuldienst nicht mehr befürworten könne, wusste ich zunächst nicht weiter. So gönnte ich mir ein Sabbatjahr auf Kosten der Krankenkasse, um für mich klar zu sehen und meinen weiteren Lebensweg zu planen. Außer das ich drei oder vier kleinere Bücher geschrieben hatte brachte ich aber nicht viel zu Wege in dieser Zeit und einen richtigen Weg sah ich auch noch nicht vor mir. Erst die Wiedereingliederungsmaßnahme der Rentenversicherung zeigte mir letztendlich einen Weg, den ich ohnehin immer schon gehen wollte.

Also: ich litt nicht unter Burn Out.

Kurzes Schlaglicht

Mehr soll dieser Eintrag jetzt nicht sein. Mittlerweile bin ich schon seit 14 Tagen in der Schule. Ich muss zugeben, es gefällt mir ganz gut. Das klingt jetzt nicht so begeistert, ich weiß, doch so begeistert bin ich auch von einer Karriere als Hauptschullehrer nicht. Meine Schüler sind wie sie halt in der Hauptschule sind: Schwach und undiszipliniert. Dazu kommt noch, dass ich als Lehrer ein blutiger Anfänger bin und ich noch einiges lernen muss.
Was für mich meinen neuen Beruf sehr angenehm macht sind meine Kollegen, respektive meine Kolleginnen. Es sind einige sehr charmante und liebenswüridige darunter.

Restart

Nachdem ich über einen Monat geschwiegen habe möchte ich heute zusagen einen Neustart meines Blogs vornehmen, ohne dass natürlich die bisherigen Inhalte gelöscht oder weniger Wert wären.
Morgen beginnt ein neuer Lebensabschnitt, denn morgen werde ich meine Stelle als Hauptschullehrer in Ingolstadt antreten. Vielleicht erinnern Sie sich noch daran, dass es zuerst so aussah, als würde ich nach München versetzt, das stimmt aber nicht und so bin ich in Ingolstadt gelandet.
Was erwartet mich morgen?
Zuerst fahre ich an eine Hauptschule oder Volksschule nach Friedrichshofen und werde dort vereidigt und danach ist Lehrerkonferenz. Die Schule beginnt ja erst am Dienstag, aber für Lehrkräfte immer schon am Montag. Ich werde in Zukunft einiges über Pädagogik und meinen Alltag als Lehrer berichten.

Nach München?

Diesen Artikel hätte ich eigentlich am Samstag schreiben sollen, doch irgendwie fehlte mir die Lust oder die Muße oder die Zeit.
Was ist geschehen?
Ich erzählte schon, dass ich damit rechnete im Schulamtsbezirk P., ganz in der Nähe von Ingolstadt eingesetzt zu werden. Am Samstag erwartete ich den Brief und er kam auch. Doch ich war sehr erstaunt als ich feststellte, dass ich in München eingesetzt werden sollte. Das ist normalerweise fast nicht möglich, denn man kann einen zweifachen Familienvater mit Wohnsitz in Ingolstadt nicht so ohne weiteres nach München schicken, wenn es andere Bewerber, die Single sind und kein Kind haben gibt.
Das ganze Wochenende lebte ich in einer Art Traumzustand. Ich hatte mich fast schon mit dem Gedanken abgefunden, mir eine Wohnung in München zu suchen. Warum eigentlich nicht. München ist eine schöne Stadt in der man es sicher aushalten kann.
Heute setzte ich mich nun ans Telefon um den Sachverhalt zu klären. Zuerst erreichte ich niemanden, es gab wohl mehrere Menschen, die einen Klärungsbedarf hatten. Schließlich erfuhr ich, was Sache ist: Die bayrische Staatsregierung wusste einfach nicht, dass ich Familienvater und verheiratet bin. Ich musste schnell die Dokumente nachreichen und die freundliche Schulrätin am Telefon erklärte mir, dann könne man weiter sehen.
Bislang habe ich noch nichts gehört.