Flashlight vom 05.02.2012

Da ich nun begonnen habe, dieses Blog wieder regelmäßig zu führen und ich auch nicht plane, dieses Vorhaben so schnell wieder aufzugeben, gibt es auch einen neuen Statusbericht. Ich nenne sie jetzt Flashlight.

Wie sieht nun mein Leben im Augenblick aus.

Beginnen wir mit meiner Mutter. Zu Beginn des Jahres musste ich erfahren, dass sie an Bauchspeicheldrüsenkrebs leidet. Der Tumor ist inoperable. Wie lange sie noch zu leben hat, weiß kein Mensch. Schmerzen hat sie im Augenblick keine. Sie bekommt Chemotherapie. Danach ist sie immer sehr schwach und kann kaum alleine aufstehen. Sie erträgt ihr Schicksal mit bewundernswerter Tapferkeit und lässt sich auch nicht sehr viel anmerken.

Ich selber mache zur Zeit eine Wiedereingliederungsmaßnahme der Rentenversicherung mit. Bis zum Jahr 2010 war ich als Lehrer in einer ingolstädter Hauptschule tätig (da war ich nur für ein Jahr, wenn du mehr erfahren willst, dann ließ meinen Lebenslauf). Ich hatte dort ständig Schwindelanfälle und mein Unterricht war wohl auch nicht so optimal. Die Entscheidung, mich nicht länger für den Schuldienst zu übernehmen, war richtig. Aus der Sicht der Lehrerschaft, aber auch aus meiner Sicht. Danach meldete ich mich krank. Meine Anfälle gab ich als Grund an. Der wahre Grund war, ich wusste nicht mehr weiter. Ich brauchte Zeit, mir über mein Leben klar zu werden.

Ich kann jetzt nicht sagen, ob das ein gängiges Muster ist oder, ob alle Frauen so sind oder nur Susanne. Als es mir schlecht ging, als ich zum ersten Mal in meinem Leben meine Frau gebraucht hätte, da wollte sie die Trennung. Sie hätte mich nicht mit Rat unterstützen müssen, auch hätte ich nicht ihre  Zeit gebraucht. Was ich gebraucht hätte, ist ein Mensch, der zu mir Ja sagt. Der mich einfach meinen Weg gehen lässt. Stattdessen wollen sie jetzt, da ich keine feste Arbeit mehr hatte, die Trennung. Nun, ich zog aus. Eine kleine Wohnung. Billig, ich teile mir mein Bad und die Küche mit einem Mitbewohner. Am Wochenende sind meine Kinder sehr oft bei mir, Ich glaube auch, dass meine Schwiegereltern einen großen Anteil an der Trennung hatten. Wie groß, kann ich nicht sagen. Das Blog hier beginnt mit der Zeit, als ich noch zu Hause war und ich habe viel über meine Schwiegermutter geschrieben.

Meine Kinder Adrian und Aurelia sehe ich fast jedes Wochenende. So nebenbei bekomme ich immer wieder mit, dass das meiner Schwiegermutter gar nicht in den Kram passt, wenn meine Kinder bei mir sind. Die Alternative wäre, dass sie sie nehmen würde. Doch das will sie auch nicht.

Wenn ich so meinen Gesamtzustand beschreiben würde. dann kann ich durchaus sagen, dass es mir gut geht. Dass es mir fast richtig gut gehen würde, wenn meine Mutter gesund wäre und ich immer noch davon ausgehen würde, dass sie irgendwann mit 95 stirbt, wenn auch ich schon auf die 70 zugehe. Doch das wird wohl kaum passieren.

Wo will ich hin, was sind meine Träume: Vor 30 Jahren träumte ich davon, als Wissenschaftler im Labor zu arbeiten und ich habe mir diesen Traum (den ich träumte, als ich noch in der Bäckerei allmorgendlich meine Brötchen buk) erfüllt. Jetzt träume ich davon, mir mein Geld durch eine Arbeit im Internet zu verdienen. Durch meine beiden Praktika, die ich jetzt mache (in  einer Internetfirma in München und in der Firma, die nur über das Internet arbeitet) bin ich diesen Traum ein gutes Stück näher gekommen.

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