Flashlight vom 17.11.2012

Mein letztes Flashlight liegt nun schon fast 9 Monate zurück. Ich las es mir eben durch und habe mir selber in dem Text die Frage gestellt, wie mein Leben wohl im nächsten Flashlight aussehen wird. Meine Abstände sollten ja ungefähr ein halbes Jahr betragen. Jetzt sind es schon fast 9 Monate. Ich werde versuchen meinen nächsten Statusbericht etwa im Juni zu veröffentlichen und dann in Zukunft einen Halbjahres Rhythmus einzuhalten.

Privat blieb es leider turbulent. Meine Mutter erkrankte im Januar schwer an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Sie hörte kurz nach meinem letzten Flashlight mit der Chemo auf. Es ging ihr trotzdem noch ganz gut, so etwa bis zum August. Meine Kinder und ich waren dann noch bei ihr zu Besuch. Sie war schon deutlich abgemagert. Eine Woche, nachdem wir wieder zu Hause waren kam sie ins Krankenhaus und hat es leider nicht mehr verlassen. Sie starb im September. Es war eine Zeit, als ich gerade nicht so viel Schrieb. Ich werde mir irgendwann die Zeit nehmen und in einigen Texten über die letzten Tage meiner Mutter berichten. Ihr Tod war gleichzeitig gnädig (weil es so schnell ging) und grauenvoll, weil ich bei ihrem Verfall, der sich innerhalb von nur wenigen Tagen ereignete, Zeuge war.

Beruflich wurde ich von der Firma S. in München übernommen und arbeite als Onlineredakteur. Vor zwei Wochen eröffnete mir Markus (einer unserer Chefs), das ich in Zukunft die Leitung der Redaktion übernehmen solle und sich Meggie um die Kundenbetreuung kümmert, zusammen mit Raphael (unser anderer Chef). Mein Anfangsgehalt ist allerdings so gering, dass ich früher oder später einen Nebenjob gebrauchen kann. Zunächst dachte ich, dass ich bei einer anderen Onlinefirma einen kleinen Job bekommen könnte, doch da tut sich im Augenblick nichts. In der Tat ist es so, dass ich von ihm noch 600 Euro bekomme. Im Augenblick warte ich noch auf das Geld, wenn es nicht bald kommt, werde ich wohl diesbezüglich Schritte einleiten müssen. Vor ein paar Wochen bekam ich einen Anruf von Frau R. Ihr Mann hat ein Immoblienbüro hier in Ingolstadt und will Schmuck über Ebay verkaufen und da ich Kurse zu diesem Thema anbiete, soll ich ihm dabei helfen. Allerdings sind meine ersten Erfahrungen nicht sehr positiv, denn die gebotenen Preise liegen unter dem Einkaufspreis, der ohnehin schon sehr niedrig ist. Mit einem Buchprojekt, meinen Erotikratgebern habe ich ein bisschen Geld verdient, aber dieses Projekt wieder auf Eis gelegt. Ich schreibe im Augenblick von halb 9 Uhr morgens bis um halb 6 Abends und wenn ich nach Hause komme,  habe ich ein bisschen die Nase voll. Da bin ich ganz froh, wenn ich mich um eine andere Sache, so wie Ebay kümmern kann.

Was meine Wohnung betrifft hat sich noch nicht sehr viel getan. Ich wohne immer noch in einer Einzimmerwohnung und ich fürchte, da wird sich demnächst auch nicht sehr viel daran ändern. Vor ein paar Wochen hatte ich die Idee, ich ziehe in den Einzugsbereich der Münchner S-Bahn, nach Petershausen etwas, doch weiß ich wirklich nicht, ob das so eine gute Idee ist, denn wenn ich dort wohne, dann bezahle ich 150€ Fahrtkosten an den MVV und 160€ um jedes Wochenende meine Kinder zu holen. Die Zugfahrt macht mir überhaupt nichts aus, da kann ich lesen, Musik oder ein Hörbuch anhören oder einfach meinen Gedanken nachhängen.

So wie den Gedanken an Rosi. Meine Schwester hat sie getroffen oder vielmehr gesehen und es tauchte in mir der starke Wunsch auf, sie noch einmal zu sehen, obwohl ich glaube, dass das ein Wunschtraum ist, denn sie führt ein anderes Leben und ist zudem noch weit weg von meinem Einzugsbereich. Sie lebt irgendwo in der Nähe von Bogen und ich in der Nähe von Ingolstadt. Doch meine plötzlich erwachten Gefühle zeigten mir, dass ich Sehnsucht habe, Sehnsucht nach Liebe, Sehnsucht nach einem Menschen, der mit mir zusammen einschläft und mit mir zusammen aufwacht.Irgendwie denke ich zur Zeit wieder sehr stark darüber nach, welche Schritte ich unternehmen soll, um eine neue Partnerin zu finden. Onlinedating wäre eine Möglichkeit oder einfach ein  paar Singlebars in München aufzusuchen. Da ich ohnehin täglich in München bin, wäre es durchaus sinnvoll, mir dort eine Partnerin zu suchen. Meine Kinder sind noch fast jedes Wochenende bei mir. Sie sollen sehr viel Lernen, doch leider bin ich da nicht sehr konsequent. Adrian geht mittlerweile in die Realschule, er hat es also tatsächlich geschafft. Aurelia hat mit der dritten Klasse begonnen. Susanne ist wie üblich ein Nervenbündel. Ihre Prüfungsängste überträgt sie nun auf die Kinder. Ich für meinen Teil bin froh, dass ich das nicht mehr jeden Tag ertragen muss.

Mein Fernstudium eEducation läuft auch in ruhigen Bahnen. Ich habe, während meine Mutter im Sterben lag, die dritte Seminararbeit geschrieben und darauf die Note 1,7 bekommen. Irgendwie geht mir das leichter von der Hand als mein Biologiestudium. Meine bisherigen Noten 1,3; 2,0 und 1,7. Das sieht ja gar nicht so schlecht aus. Im Augenblick sollen wir eine Onlinediskussion zur Mediendebatte von Clark und Kozma vorbereiten und später eine Seminararbeit zum Thema Evaluation schreiben.

Meine Ebaykurse bei der VHS Ingolstadt gebe ich nach wie vor, mittlerweile ist auch schon ein Kurs in Kösching dabei. Ich hoffe, dass ich das auch in Zukunft machen kann, denn mein Bürotag (bislang am Mittwoch) steht ziemlich auf der Kippe, nachdem unsere Praktikantin nur noch sporadisch für uns arbeiten will.

Mit meinem Gewicht habe ich ja schon seit längerem Probleme. Ein paar Tage nach der Beerdigung meiner Mutter habe ich begonnen, meine Ernährung umzustellen. Vom Abnehmen will ich in diesem Zusammenhang gar nicht sprechen, denn ich wiege mich nicht und will auch nicht irgendeinen Abnehmerfolg protokollieren. Ich will einfach normal essen und irgendwann ein normales Gewicht haben. Außerdem muss ich unbedingt stärker auf meinen Blutdruck achten. Vielleicht lasse ich mir ein Blutdruckmessgerät vom Arzt verschreiben. Ich habe für nächsten Mittwoch einen Termin ausgemacht.

Nun, das dürfte so das wichtigste sein, was mich im Augenblick bewegt. Ich plane mein nächstes Flashlight also für den Sommer 2013 ein, um meinen 50. Geburtstag.

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