Panikstörung

Ich will hier kurz über meine Angst- und Panikstörung berichten. Viele haben Depressionen. Die habe ich nicht. Ich bin durchaus fröhlich und widrige Lebensumstände drücken mich zwar, aber nicht zu stark und auch nicht so lange.

Ich kann auch gut schlafen, esse gut (zu viel und zu fett manchmal), auch mein sexueller Appetit ist ganz normal (momentan fehlt mir nur die Partnerin, das soll kein Angebot sein)

Was fehlt mir also?

Ich kann plötzlich meine Beine nicht mehr bewegen und kaum mehr oder nur in sehr kleinen, vorsichtigen Schritten gehen. Dieser Zustand breitet sich nach und nach über meinen Körper aus: Ich kann meine Arme, meine Hände, meine Finger nicht mehr richtig bewegen, nicht mehr richtig sprechen. Ich liege da und kann mich kaum noch bewegen.

Mir fehlt körperlich gar nichts (mein Blutdruck ist ganz leicht erhöht, die leichteste Dosis Ramipril erledigt das gut). Dieser Zustand vergeht nach etwa 2 Stunden (es sind manchmal weniger, es waren auch schon 4 oder 8 Stunden). Mein Problem ist die Angst davor. Immer, wenn ich eine Situation habe, bei der ich glaube, nicht versagen zu dürfen, habe ich starke Angst und Panik, dass ich plötzlich nicht mehr gehen kann und beobachte meinen Körper akribisch nach Anzeichen. Dies ist fast wie aus dem Schulbuch für Panikstörungen.

Was hilft dagegen?

Medikamente nicht. Habe ich schon ausprobiert. Das kann ich gleich bleiben lassen. Ein Arzt sagte mir schon vor Jahren die Lösung und letztes Jahr auf der Kur wurde mir das wieder gesagt. Diesen Zustand akzeptieren, ihn zulassen.

Ich lernte eine Methode, die sich Körperscan nennt. Dabei steht man sich  ruhig hin und geht wie bei einer Mediation jedes einzelne Körperteil durch. Vom Scheitel bis zur Sohle gewissermaßen. Der springende Punkt dabei ist, dass man nur beobachten soll. Auf keinen Fall darf eingegriffen werden. Der Körper kann machen, was er will, geht es ihm auch noch so schlecht.

Also: Mein nächstes Ziel wird sein diese Zustände zu akzeptieren.

3 Gedanken zu „Panikstörung“

  1. Ich wünschw Dir viel Glück, bei Deiner Arbeit an und in Dir selber, Du schaffst das keine Frage, nur Mut. Der Bodi Scan kann Dir wirklich helfen, aber nur beobachten und den Körper machen lassen. Ich habe durchaus ähnliche Probleme und ich sage immer, ich habe mit negativen Gedanken diesen Zustand geschaffen, also kann ich es auch wieder ändern, das braucht halt auch wieder Zeit.
    Liebe Grüsse zentao

  2. Du hast recht, Medikamente reichen auf keinen Fall aus. Ich hatte seit Jahren das selbe Problem und hab damals (vor 3 Jahren) ein Paar Ärzte besucht. Die zwei haben mir Beruhigungsmittel und Antidepressiva verschieben, die natürlich nicht ausgewirkt haben. Vor einem Jahr oder so habe ich einen Test auf https://www.psycheplus.de/selbsttest (sie haben so verschiedene Tests und Infos, interessant) durchgeführt und kurz nach der Auswertung habe ich einen Termin mit einem Psychotherapeut vereinbart, der eine Kognitive Therapie oder Verhalten-kognitive Therapie (ich bin mir nicht sicher wie sie heißt) vorgeschlagen hat.
    Wo hast du diese Methode gelernt?? „Körperscan“ hatte ich noch nie gehört aber vielleicht könnte es dabei helfen, als ergänzende Therapie.

    Danke!! Liebe Grüße, María

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