Bäckerei Pe.

Ich habe mich für das Kürzel Pe. entschieden, weil es auch noch eine Bäckerei gibt, deren Namen (damals) mit P. anfing.

Diese Zeit war kurz und irgendwie auch gar nicht mit eingeplant. Ich arbeitete zwei Monate in der Bäckerei. Ich konnte dort auch schlafen und verdiente 1000 Mark im Monat. Nicht viel, aber deutlich mehr wie als Konditorlehrling.

In der Konditorei K. hatte ich im Frühjahr eine Phase, in der ich mich entschloss, nun doch nicht weiter zur Schule zu gehen, sondern ein Leben als Bäcker und als Konditor zu führen. Ich meldete mich auch beim Arbeitsamt und hatte sogar ein Vorstellungsgespräch in einer Bäckerei. Mein Sinn änderte sich aber wieder im Mai herum und ich ging später dann weiter zur Schule.

Kurz bevor ich mit meiner Lehrzeit zu Ende war, meldete sich das Arbeitsamt bei mir, denn sie hatten eine Stelle als Bäcker. Normalerweise geht eine Ausbildung von September bis August, doch da ich  meine Ausbildung im Juli begann, endete sie im Juni. Ursprünglich hatte ich vor, diesen einen Monat einfach noch bei K. zu bleiben, als ich aber dann dieses Angebot bekam, nahm ich es an. Zunächst wollte ich gar nicht mehr zur Berufsschule gehen, doch unser Klassenlehrer, Herr R., riet mir dringend davon ab und so war ich noch das letzte Mal im Konditorenblock. Es war eine gute Entscheidung, denn diese eine Woche hat mir noch sehr viel gebracht. Vielleicht hätte ich so gar keine drei bekommen.

Was lässt sich nun über diese Zeit sagen. Es ist eine Erinnerung, die mir immer wieder in den Sinn kommt. Damals fuhr ich regelmäßig nach Kirchroth zum Tanzen und so gegen halb elf meistens dann zur Bäckerei Pe. Im Radio kam dann immer so gegen 11 Uhr eine Sendung, die hießt, glaube ich, „Auf ein Wort“ und die gibt es heute noch. Ich fuhr fast immer zur gleichen Zeit im Auto in die Arbeit und hörte immer die gleiche Sendung.

Mit meinen Chefs hatte ich keine  Probleme. Es waren der Seniorchef und sein Sohn in der Bäckerei beschäftigt. Der Junior bereitete sich gerade auf die Meisterprüfung vor. Ich erfuhr später von Tschanni, dem von der Bäckerei S. in Mitterfels, dass er die Prüfung beim ersten Anlauf nicht bestanden hätte. Was mich nervte, dass der Junior immer den Lehrling schimpfte und zwar in einer Lautstärke, die mir furchtbar auf die Nerven ging. Ansonsten tauchen Bilder auf, wie ich Zöpfe mache, an der Teigmachine arbeite. Für mich war es eine ruhige Zeit. Meine Gedanken waren auf mein Projket, den Besuch der Berufsoberschule, gerichtet.

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