Das Schosshündchen

Immer wieder kommt mir der Gedanke, dass ich in meiner Arbeit eine Art Schosshündchen bin. Irgendwie versuchen meine Chefs den Stress von mir fern zu halten. Mir wird gelegentlich mal schlecht und dann lege ich mich hin. Ich habe eine Couch in meinem Büro und keiner stört mich den lieben langen Tag.

Vor ein paar Wochen bekam ich die Anweisung, ich solle am Telefon auf Preisdiskussionen nicht eingehen. Kurz zur ERklärung: einer unser wichtigsten Geschäftszweige ist die Ausstellung von ESTA-Anträge für USA-Reisende, Normalerweise kostet ein solcher Antrag 14 Dollar, wir als Visumagentur verlangen dafür 39 Euro, einfach weil wir den Service anbieten, für Menschen, die sich nicht so gut auskennen, die Eintragung vorzunehmen. Immer wieder kommen Menschen auf unsere Seite, die das nicht erkennen und glabuen, sie sind auf der offiziellen ESTA-Seite. Wenn sich ein solcher Kunde hintergangen fühlt, dann berechnen wir eben auch nur die 14 Dollar, falls wir schon tätig geworden sind und uns die Auslagen in dieser Höhe entstanden sind. Andernfalls ist sogar eine komplette Stornierung möglich. Doch nun zurück zu mir: Immer wieder rufen erboste Kunden an, beschweren sich wegen des Preises und führen sich am Telefon furchtbar auf. Ich soll nun laut Anweisung von Markus darauf gar nicht eingehen, sonder auf Meggie verweisen, die scih darum kümmert. Ich bin mir nicht sicher, doch ich denke, meine Chefs wollen mich einfach vor den wütenden Kunden schützen.

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